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Lernen lernen ist einFach

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Wahrnehmung

Die Energie folgt der Aufmerksamkeit

Wir haben zwei Wahrnehmungssysteme. Das eine ist unwillkürlich, unbewusst, intuitiv und das andere ist willkürlich, bewusst und kognitiv. Das eine findet z.B. eine Person sympathisch und das andere überwacht und versucht etwas zu kontrollieren und/oder zu modifizieren. Das eine geschieht blitzschnell bevor es uns bewusst wird. Das andere fügt das Wahrgenomme in die eigene Erfahrungswelt bewusst ein und versucht ggf. eine Lösung oder Erklärungen zu finden.

Wenn du schnell ohne großes nachdenken intuitiv antworten müsstest, hier eine kleine Übung für unser unwillkürliches Wahrnehmungssystem:


Ein Schläger und ein Ball kosten 1,10 €.
Der Schläger kostet einen Euro mehr als der Ball.
Wie viel kostet der Ball?

Eine andere Übung für unser willkürliches Wahrnehmungssystem:
Wie viele „F“ stehen in dem folgenden Text?

FINISHED FILES ARE THE
RESULT OF YEARS OF SCIENTIFIC
STUDY COMBINED WITH THE
EXPERIENCE OF YEARS

Wie viele „F“ hast du gezählt?

Hast du den Unterschied bemerkt?
Das unwillkürliche Wahrnehmungssystem arbeitet automatisch, während das willkürliche Wahrnehmungssystem eine Anstrengung erfordert. Hätten wir danach eine weitere anstrengende Aufgabe zu bewältigen, würden viele, vermutlich die meisten, der Selbsterschöpfung erliegen. Der Aufwand würde als zu hoch eingeschätzt und jede Freude bringende Verführung wäre willkommen.

 

 

 

Hast du 0,10 € errechnet und 5 F oder weniger entdeckt, lagst du jeweils falsch.

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Erkenntnisgewinn

Von deinen Kindern lernst du mehr als sie von dir. Sie lernen eine Welt von dir, die nicht mehr ist. Du aber lernst von ihnen eine, die nun wird und gilt.

Das Wort

Mache die Augen zu.
Atme ruhig ein und aus. Du bist in einem schönen Garten und sitzt auf einer Bank.
Plötzlich kommt ein wunderschöner Schmetterling angeflogen.
Der Schmetterling setzt sich auf deine Hand.
Nun spricht er mit dir.
Er sagt ein Wort.
Nur eins.
Dieses Wort gibt dir einen Hinweis, auf was du in deinem Leben dein Augenmerk richten solltest.
Dann fliegt er wieder weg.

Wie lautet dein Wort?

Positive Aufmerksamkeit

Schreibe jeden Abend in Dein „Tagebuch“, was Dir an diesem Tag Freude gemacht hat und wofür Du dankbar bist.

Erwarte nichts und lasse Dich vom Effekt überraschen.

Wir erschaffen unsere Welt

Nehmen Sie sich 30 Sekunden Zeit und schauen Sie sich in dem Raum um, in dem Sie sich befinden. Merken Sie sich jetzt so viele rote Gegenstände wie Sie können.

Lesen Sie jetzt nicht sofort weiter, sondern führen das Experiment durch.

Schließen Sie die Augen und Nennen Sie jetzt bitte, ohne sich erneut umzusehen, drei bis fünf blaue Dinge aus diesem Raum.
Danach lesen Sie hier weiter.

Haebn Sie das Expereinmt druhcegfhürt hbaen Sie bmerket, wie enie Sahce verbrogen bliebt, obwhol sie vor Irhen Aguen exsitiret. Jeztt knönen Sie diseen Txet lseen, obowhl die Rehienfloge der Bcuhstbaen verekhrt ist.

Kinder die nicht lesen können, verstehen diesen Text noch nicht. Ihr Gehirn kennt diese Erfahrung (noch) nicht. Unsere Erfahrungen bestimmen, was wir sehen. Durch unser Vor:Wissen ergänzen wir die Dinge die wir wahrnehmen bzw. zu kennen glauben. Unsere Erfahrungen schaffen also Erwartungen an unsere Mitwelt und wir rechnen damit, dass diese so erfüllt werden, wie wir es durch unsere Erfahrungen gewohnt sind.

Das
ist ein
ein interessantes Beispiel

wie unsere
Erwartung auf
auf unsere Wahrnehmung reagiert

Haben Sie die doppelten Wörter sofort gesehen?
Durch unsere Gewohnheit und Erfahrungen sind wir in Denkmustern gefangen. Dazu kommt, dass in der Schule kreatives Denken nicht nur nicht gelehrt wird, sondern auch nicht erwünscht ist. Es fällt uns schwer aus Ungewohnheiten Gewohnheiten zu realisieren.

Aufmerksamkeit

Unsere Aufmerksamkeit besteht aus einem Aufmerksamkeitsnetzwerk.
Viele meinen mit Aufmerksamkeit einen Bereich unseres Bewusstseins und unterteilen diesen nicht und benennen ihn im Kontext mit einem einzigen Begriff. Bei der Aufmerksamkeit handelt es sich nicht um ein einzelnes Konzept, oder eine generelle Eigenschaft, des gesamten Gehirns.
Es sind vielmehr verschiedene Systeme die unabhängig voneinander agieren. Nach dem Modell von Michael Posner und Kollegen unterteilt sich das Konzept der Aufmerksamkeit in drei verschiedene Systeme, d.h. Aufmerksamkeitsnetze. Diese können klar voneinander abgegrenzt werden.

– Altering –

– Um:Orientierung –

– Executive Control –

Alerting: Allgemeine Wachheit/Neugier

Orientierung: Ausrichtung/Auswahl auf das Objekt oder den Gedanken

Executive Control: Konzentrationsfähigkeit, wenn anderes ausgeblendet werden muss

Studien mit AD(H)S Kindern, die mit dem Wirkstoff Methylphenidat behandelt wurden, zeigten bei Um:Orientierung und der Executive Control einen signifikanten Anstieg, während die allgemeine Wachheit absteigend war.

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