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Kogniver(s)um

Lernen lernen ist einFach

Was ist geschehen?

Bevor er das Haus verließ, hatte Mercutio Fenster und Türen geschlossen, doch als er nun den blauen Salon mit seinen herrlichen Wandgemälden betrat, spürte er schon beim Eintreten die kalte Winterluft im Raum. Tatsächlich stand ein Fenster sperrangelweit offen, die schweren dunkelblauen Samtvorhänge, die bis zum Boden hinunterreichten, schwangen im Wind leicht hin und her. Doch dies war es nicht, was Mercutio aufstöhnen ließ. Dort auf dem Boden lagen Romeo und Julia – ihre Gesichter einander zugewandt, nur Zentimenter voneinander entfernt. Nass war der Boden unter ihnen – draußen regnete es in Strömen, wie Mercutio unbewusst wahrnahm. Kein Zweifel, die beiden waren tot, würden nie mehr das Licht der Sonne über Verona sehen. Weinend brach Mercutio zusammen, schluchzend kniete er sich vor die leblosen Körper
seiner Freunde. Was war nur geschehen?

Verkürzt:
Als Mercutio zurückkam, war es im Zimmer eisig kalt – kein Wunder, stand doch der Fensterflügel sperrangelweit offen. Draußen regnete es in Strömen, der Zimmerboden war nass und dort in einer Lache lagen seine Freunde: Romeo und Julia, beide tot. Weinend brach Mercutio vor den beiden leblosen Körpern in die Knie.
Was war hier geschehen?

Auf den Punkt:
Ein Mann betritt ein Zimmer, dessen Fenster offen steht. Dort liegen Romeo und Julia in einer Wasserlache tot auf dem Boden. Was ist geschehen?

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Wie Sie Ihre Kinder artgerecht begleiten

Vorsicht Eltern!wie sie ihre Kinder artgerecht begleiten

 

Pass auf!

Lass das!

Komm jetzt!

Schrei nicht!

Hör auf!

Komm spielen!

 

Pass auf!

Diese falsch verstandene Vorsichtsmaßnahme werden wir alle kennen. Haben sie oder ihre Kinder jemals darauf gehört?! Weshalb verfolgt uns dieses Schutzbedürfnis, obwohl wir es wider besseren Wissens unterlassen sollten?
Wir möchten unsere Verantwortung gerecht werden und glauben wir müssen uns ständig um unsere Kinder kümmern. Natürlich müssen wir uns kümmern – aber zur rechten Zeit am rechten Ort. Diese Unterscheidungen zu treffen fällt schwer; denn wer macht sich keine Sorgen [Sorgen sind unerfüllte Erwartungen]. Genau diese Erwartungen gilt es in die richtigen Bahnen zu lenken.
Fragen sie sich, was Ihnen wichtig ist. Ist ein glückliches Kind, dass seine Erfahrungen machen muss, oder ein scheues Kind, dass sich nicht verletzen darf?
Denken sie an die ersten Gehversuche Ihres Kindes. Es wollte laufen und fiel hin. Es stand wieder auf und fiel hin. Ganz alleine OHNE ihre Hilfe. So können sich die Neuronenbahnen miteinander verknüpfen und das Kind lernt. So langsam hat es die Erfahrung gemacht, wie es das Gleichgewicht halten muss. Wir lernen aus Erfahrungen. Haben wir keine Erfahrungen haben wir nichts gelernt. Würden sie es vor jedem Sturz warnen und schützen, würde das Kind nie alleine laufen können. Sie sind nicht seine Krücke. Seien sie sein Begleiter, Aufklärer, Berater, Schüler und Lehrer. Auch wir Erwachsene lernen durch unsere Kinder.
Werden Sie gelassener, Ihre Kinder machen die Erfahrungen die sie machen von ganz alleine.

Erkenntnisgewinn

Von deinen Kindern lernst du mehr als sie von dir. Sie lernen eine Welt von dir, die nicht mehr ist. Du aber lernst von ihnen eine, die nun wird und gilt.

Interview auch mit André Stern

Training

Wenn du einen neuen Bewegungsablauf lernen willst, musst du nicht „lernen„, sondern TRAINIEREN. Man braucht zwar funktionierende Nervenbahnen im Gehirn, die durch WIEDERHOLUNGEN aufgebaut werden, trotzdem verläuft dieser Lernprozess ganz anders als das Lernen (von WISSEN).
Tipps:

a) Slow = gaaaaaanz laaaaaaaangsam: Das chinesische Schattenboxen (Tai-Chi) soll Modell für diese Langsamkeit des Vorgehens sein. Du lernst am schnellsten, indem du ausprobierst wie LANGSAM du dich bewegst kannst. Das gilt für das Erlernen von Musikinstrumenten genauso wie für Sportarten und alles, was wir als VERHALTEN beschreiben können.

b) Kurze Einheiten: Beim Erlernen eines Musikinstruments heißt das: Übe nur fünf Töne und gehe erst dann zu den Tönen sechs+ über, wenn du die ersten funf beherrscht. Beim Erlernen einer fremden Schrift: Schreibe nur wenige Buchstaben, Silben oder Schriftzeichen LANGSAM (siehe [a]) und in kurzen Sitzungen (siehe [c]), ehe du weiterlernst.

c) 10 Minuten = 17: So wie beim Sport die Muskeln noch ene Weile „nacharbeiten„, wenn du wieder im Sessel sitzt, so ähnlich arbeiten die NERVEN ein wenig nach, wenn du einen Lern- oder Trainingsvorgang beendet hast. Dabei gilt folgende Faustregel:
Auf ca. 10 Minuten TRAINING folgen ca. 7 Minuten „Nacharbeiten“ … Wohlgemerkt: Wir sprechen hier immer von EINSTEIGERN. Wer schon weiter ist, darf natürlich stundenlang üben.

d) REAL – MENTAL: Wer immer nur „echt“ üben will, tut genaugenommen zu viel, denn sein Gehirn muss gleichzeitig eine Bewegung steuern und das Anlegen der neuen Nervenbahn vorbereiten – und beides kostet Ressourcen. Mache es wie die Spitzensportler und trainiere auch mental. Führe die neuen Abläufe einmal REAL durch und wiederhole diese anschließend sogleich MENTAL (solange sie noch im Kurzzeit-Gedächtnis kreisen). Verbinde dies mit den Tipps a + c.

© Birkenbihl

Für Eltern!

Ein 8-jähriger Junge wurde von einem fremden Menschen angesprochen, er solle mitkommen, es sei etwas passiert und seine Mutter hätte gesagt er solle ihn abholen.
Jetzt fragte der Junge nach dem PASSWORT. Die Verwirrung des Fremden nutzte der Junge um wegzurennen. Der Junge hatte mit seiner Mutter ein PASSWORT ausgemacht, falls sie jemanden schicken würde.

Man kann überall lernen

Quadrat

Zeichne ein Quadrat mit 3 Strichen.

Disziplin

Das Wort Disziplin bedeutet lernen, nicht kontrollieren, unterwerfen, nachahmen und anpassen.
© Jiddu Krishnamurti

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